1&1 Drillisch investiert in eigenes 5G-Netz

1&1 Drillisch baut eigenes 5G-Netz aufAuch 1&1 Drillisch baut ein eigenes 5G-Netz auf (Bild: Pixabay)
mittelstandinbayern.de Online magazin

Die 1&1 Drillisch AG wird – wie bereits zum Ende der 5G-Auktion angekündigt – Frequenzen für den Aufbau eines eigenen 5G-Mobilfunknetzes bei Telefónica anmieten. 1&1 Drillisch, bekannt für Mobilfunkprovider wie sim.de, smartmobil oder simply, möchte so weiter seinen Marktanteil gegenüber den etablierten Netzbetreibern ausbauen. „Die nun getroffene Vereinbarung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Aufbau unseres 5G-Netzes“, betont Ralph Dommermuth, CEO der 1&1 Drillisch AG.

Bisher nurMieter“

Im Zuge der Fusion von Telefónica und E-Plus im Jahr 2014 mietete 1&1 Drillisch 20 Prozent der Kapazität der Telefónica-Mobilfunknetze an. Daneben greift das Unternehmen aus Maintal auch auf die Netzinfrastruktur von Vodafone zurück. Im neuen 5G Zeitalter möchte das deutsche Telekommunikationsunternehmen nun ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen.

Bereits bei der im Juni 2019 beendeten Auktion hat 1&1 Drillisch von den Mobilfunkfrequenzen in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz insgesamt zwei Frequenzblöcke à 10 MHz im Bereich 2 GHz und fünf Frequenzblöcke à 10 MHz im Bereich 3,6 GHz ersteigert. Dafür investierte das Unternehmen, das mehrheitlich zu United Internet gehört, rund 1,1 Milliarden Euro. Während das 3,6 GHz-Spektrum bereits zur Verfügung steht, werden die Frequenzen im 2 GHz Band erst ab dem 1. Januar 2026 nutzbar sein.

Start 2021

Grundsätzlich plant der neue Netzbetreiber, ab 2021 das eigene 5G-Netz in Betrieb zu nehmen. „Mit dem von Telefónica angemieteten Spektrum überbrücken wir den Zeitraum, bis unsere eigenen Frequenzblöcke im Bereich 2 GHz nutzbar sind“, so Ralph Dommermuth.

Konkret handelt es sich bei den angemieteten Frequenzen um zwei Blöcke von jeweils 10 MHz im Bereich 2,6 GHz. Einen entsprechenden Vertrag haben die Drillisch Online GmbH, eine Tochter der 1&1 Drillisch AG, und Telefónica Deutschland jetzt unterzeichnet. Basis der Vereinbarung ist eine Selbstverpflichtung von Telefónica im Rahmen der EU-Fusionsfreigabe des Zusammenschlusses mit E-Plus aus dem Jahr 2014. Die beiden Frequenzblöcke stehen 1&1 Drillisch bis zum 31. Dezember 2025 zur Verfügung. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Frequenzanmietung durch die Bundesnetzagentur.

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