5G Auktion in Deutschland: Drei Klagen und ein neuer Teilnehmer

Die holprige 5G-Auktion in Deutschland läuft (Bild: pixabay).Die holprige 5G-Auktion in Deutschland läuft (Bild: pixabay).
mittelstandinbayern.de Online magazin

Das Land im Herzen Europas hat ein großes Problem: Seine Mobilfunkdienste. Im deutschen Mobilfunknetz gibt es nicht nur noch viele Funklöcher, sondern auch Schwierigkeiten beim Aufbau des zukünftigen 5G-Netzes. Schon vor der Zuteilung von 5G-Frequenzen und dem Auktionsende traten mehrere Komplikationen auf.

Telefónica, Vodafone und Telekom verklagen Bundesagentur

Nachdem die Bundesnetzagentur bekannt gegeben hatte, unter welchen Bedingungen die Lizenzen im vergangenen November vergeben werden sollen, gab es starken Widerstand gegen diese. Zunächst kündigte Telefónica (O2) an, gegen die Bedingungen rechtliche Schritte einzuleiten, später folgten Vodafone und die Deutsche Telekom.

Die Bundesbehörde verlangt von den oben genannten Anbietern, dass sie bis Ende 2022 alle deutschen Autobahnen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und maximal 10 Millisekunden (ms) Latenzzeit versorgen. Darüber hinaus sollen bis 2022 98 Prozent aller deutschen Haushalte in jedem Bundesland versorgt sein.

Was ist das Problem?

„Aus unserer Sicht enthalten die von der Bundesnetzagentur beschlossenen Vergabebedingungen Rechtsunsicherheiten und Investitionsbarrieren“, informierte ein Telefónica-Sprecher das Handelsblatt.

Tatsächlich wird es schwierig sein, die Ziele der Bundesnetzagentur innerhalb der geforderten Frist zu erreichen. Neben zahlreichen bürokratischen Hindernissen stehen auch begrenzte Baukapazitäten und Bürgerinitiativen dem für ein 5G-Netz notwendigen Antennenausbau entgegen.

United Internet will teilnehmen

Obwohl diese Nachricht nicht allzu überraschend ist, hat United Internet (1&1 Drillisch) ebenfalls seine Absicht angekündigt, an der Auktion teilzunehmen. Ursprünglich hat sich der Anbieter dagegen entschieden, da es bei den Anforderungen an die Versteigerung von Frequenzen keine definierten Regeln für das nationale Roaming gab. Die neue Entscheidung könnte im Rahmen einer möglichen Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsanbieter ZTE getroffen worden sein.

Letztendlich bleibt es spannend, wie die Auktion verlaufen wird – oder ob die Bundesnetzagentur möglicherweise völlig neue Auktionsregeln entwickeln muss. Die Uhr tickt.

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