Ericsson prognostiziert schnelles 5G-Wachstum

Ericsson Mobility Report über das schnelle 5G-Wachstum (Bild: pixabay)Ericsson Mobility Report über das schnelle 5G-Wachstum (Bild: pixabay)
mittelstandinbayern.de Online magazin

Bisher hat das Jahr 2019 hinsichtlich der 5G-Entwicklung nicht enttäuscht. Die ersten 5G-Smartphones von Huawei, Samsung und anderen sind nun verfügbar und Telekommunikationsanbieter bringen derzeit ihre 5G-Dienste auf den Markt. Zwar schreitet die Entwicklung nicht überall auf der Welt gleich schnell voran. Dennoch prognostiziert Ericsson ein noch schnelleres Wachstum als bisher erwartet.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster hat am 11. Juni seinen neuesten Mobility Report veröffentlicht, der Prognosen über aktuelle Verkehrs- und Markttrends liefert. Bis Ende 2024 wird fast die Hälfte der Weltbevölkerung Zugang zu 5G-Netzen haben. Es wird erwartet, dass 1,9 Milliarden Menschen an 5G-Netzen teilhaben werden. Dabei werden 35 Prozent des weltweiten mobilen Verkehrs über 5G-Netze abgewickelt.

„5G startet definitiv in einem rasanten Tempo. Dies spiegelt die Begeisterung der Dienstleister und Verbraucher für die Technologie wider“, sagt Fredrik Jejdling, Ericsson Executive Vice President und Head of Networks. Mit der Einführung der ersten 5G-Geräte wechseln die Anbieter nun auf 5G. Die Abdeckung könnte sogar von 45 auf 65 Prozent steigen, da die Spectrum-Sharing-Technologie 5G-Anwendungen auf LTE-Frequenzbändern ermöglicht.

Es wird erwartet, dass die Zahl der 5G-Mobilfunkabonnements in Nordamerika am schnellsten wachsen wird, um bis zu 63 Prozent im Jahr 2024. Nordostasien folgt mit 47 Prozent auf Platz zwei und Europa mit 40 Prozent auf Platz drei. „Der volle Nutzen von 5G kann jedoch nur durch den Aufbau eines soliden Ökosystems genutzt werden, in dem sowohl Technologie-, Regulierungs-, Sicherheits- als auch Industriepartner eine Rolle spielen“, erklärt Jejdling weiter. Deutschland hat dort bereits seine Probleme.

Die Sechs-Milliarden-Euro-Auktion

Vodafone, Telefónica, 1&1 und Telekom bieten seit 13 Wochen auf 5G-Frequenzen und haben über sechs Milliarden Euro zusammengetragen. Gestern, am 12. Juni, wurde endlich das Ende der Auktion bekannt gegeben. Mit einem Endbetrag von 6,6 Milliarden Euro ist die Bundesnetzagentur zufrieden. Doch jetzt fehlt genau dieses Geld für den Ausbau des 5G-Netzes für Antennen und Sender. Deutschland droht, seine Führungsposition im kommenden 5G-Zeitalter zu verlieren. Ein solides 5g Ökosystem wird in Deutschland noch einige Zeit dauern.

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